Donnerstag, 28. August 2014

Souvenirs


Der internationale Handel mit gefährdeten Arten, die durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschützt werden, ist illegal. Dies gilt, auch wenn diese Tiere und Pflanzen oder Produkte als Urlaubssouvenirs aus dem Ausland mitgebracht werden.
Auch wenn kein Vorsatz vorlag, macht man sich strafbar. Mitleidskäufe beim Straßenhändler helfen keinem bedrohten Tier. Im Gegenteil, es werden noch mehr wildlebender Tiere gefangen. Viele Urlauber erleben ihr „blaues Wunder“ erst bei der Zollkontrolle. Taschen aus Krokodilleder, ausgestopfte Tiere, Korallenschmuck, medizinische Produkte, selbst Gehäuse seltener Meeresschnecken stammen häufig von akut bedrohten Arten, deren illegale Einfuhr verboten ist.
Damit die sensible Natur an den exotischen Urlaubszielen nicht ihren Reiz verliert und nicht noch mehr Tiere und Pflanzen von der Bildfläche verschwinden, müssen alle Ferienreisende lebende Tiere und Pflanzen aus fremden Ländern oder Mitbringsel aus Tier- und Pflanzenprodukten am Urlaubsort lassen. Der internationale Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen ist eine der Hauptursachen für den drastischen Rückgang vieler wildlebender Arten.
Jedes Jahr werden durchschnittlich rund 40 000 Primaten, über 1 Million Orchideen, 4 Millionen Vögel, 10 Millionen Reptilienhäute, 15 Millionen Pelze kommerziell gehandelt. Gerade der illegale Artenhandel erzielt bei relativ niedrigem Risiko hohe Gewinne, der in seiner Höhe nur knapp durch den illegalen Drogenhandel übertroffen wird.
Mehr als 40 000 Pflanzen- und 8 000 Tierarten werden vom WA/CITES geschützt. Mittlerweile sind der Konvention über 150 Staaten beigetreten. Sie überwacht und beschränkt den internationalen Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und unterbindet ihn für vom Aussterben bedrohte Arten.

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